---
title: "9 gegen 9 in der D-Jugend: Aufstellung und Formationen für Trainer"
description: "⚽ 9 gegen 9 in der D-Jugend: Spielfeld, Abseits-Regel und die Formationen 3-2-3 und 3-3-2 mit Pro und Contra. Praxisleitfaden für Trainer-Aufsteiger."
datePublished: 2026-05-12
tags:
  - coaching
  - training
  - youth-football
  - tactics
---

Dein Jahrgang ist letzte Saison noch im 7 gegen 7 angetreten, ein Tor war fünf Meter breit, das Feld 55 mal 35 Meter, und Abseits gab es nicht. Jetzt steht der Wechsel in die D-Jugend an, und plötzlich heißt das: 9 gegen 9 auf einem Feld, das fast doppelt so groß ist, zwei zusätzliche Positionen pro Mannschaft, Abseits, Rückpassregel, 2 mal 30 Minuten. Das ist kein 11 gegen 11 mit zwei Spielern weniger, sondern eine eigene Spielform mit eigener Logik.

Dieser Artikel führt dich durch das, was du als neuer D-Jugend-Trainer wirklich wissen musst: die verbindlichen Regeln nach DFB-Jugendordnung, die Ausbildungsziele für diese Altersklasse, die zwei Standardformationen 3-2-3 und 3-3-2 mit Stärken und Schwächen, eine kurze Einordnung der Alternativen, eine Entscheidungshilfe für deinen Kader und einen Vier-Wochen-Plan für den Einstieg.

## Vom 7 gegen 7 zum 9 gegen 9: Der Sprung in die D-Jugend

<KapitelZusammenfassung>Die Spielfläche wächst von 2.000 auf 3.500 Quadratmeter, Abseits und Rückpassregel kommen dazu, der Torwart muss am Fuß ins Spiel eingreifen — das 9 gegen 9 ist eine eigene Bühne und nicht nur ein "Großfeld mit weniger Spielern".</KapitelZusammenfassung>

Im 7 gegen 7 der E-Jugend spielen sechs Feldspieler vor einem Torwart, die Abseitsregel ist aufgehoben, das Feld ist überschaubar, und ein Stürmer kann mit drei Sprints am Strafraum stehen. Im 9 gegen 9 sind das acht Feldspieler, das Feld ist rund 70 mal 50 Meter groß, und der schnelle Stürmer steht plötzlich ständig im Abseits, wenn er nicht lernt, sich zurückzustaffeln.

Die DFB-Jugendordnung Anhang IV (Stand 15.07.2024) lässt für die D-Jugend übrigens drei Format-Optionen zu: das klassische **9 gegen 9** „von 16er zu 16er", ein **8 gegen 8** quer auf einer Großfeld-Hälfte (Außenlinie zu Außenlinie) und ein eigenes **7 gegen 7** auf ca. 50 mal 65 Meter. Welches Format dein Verein spielt, gibt der Landesverband vor; das 9 gegen 9 ist seit der bundesweiten Einführung 2011/12 der praktische Standard und bildet den Schwerpunkt dieses Artikels.

Konkret ändert sich für deine Spieler:

- Die Spielfläche wächst von circa 2.000 auf circa 3.500 Quadratmeter, also rund 75 Prozent mehr Raum
- Es gibt eine echte Verteidigungslinie, ein Mittelfeld und einen Angriff
- Abseits gilt, also lernt jeder Stürmer das Timing seiner Laufwege neu
- Die Rückpassregel zwingt deinen Torwart zum Spielaufbau mit dem Fuß
- 2 mal 30 Minuten reine Spielzeit erfordern eine Konditionssteuerung, die im 7 gegen 7 niemand brauchte

Das 9 gegen 9 ist vom DFB bewusst als Zwischenstufe konzipiert worden, damit Kinder nicht direkt vom 7er-Format auf das Großfeld geworfen werden. Genau darin liegt deine Aufgabe als Trainer: das Format als eigene Bühne behandeln und nicht als Schmalspur-Großfeld.

## Spielfeld und Regeln: Was sich konkret ändert

<KapitelZusammenfassung>D-Jugend-Feld 70 mal 50 m mit Strafraum 12 mal 29 m, Strafstoßpunkt 9 m, 2 mal 30 Minuten Spielzeit, Abseits und Rückpassregel aktiv, bis zu 5 Wechsel mit Rückwechsel; der Landesverband legt die genaue Feldvariante fest.</KapitelZusammenfassung>

Die verbindlichen Vorgaben aus der DFB-Jugendordnung (Anhang IV, Stand 15.07.2024) und dem DFB-Implementierungs-Beitrag von Paul Schomann in *fussballtraining* 8/2011:

| Merkmal           | E-Jugend (7v7)  | D-Jugend (9v9)          | C-Jugend (11v11) |
| ----------------- | --------------- | ----------------------- | ---------------- |
| Feldgröße         | ca. 55 × 35 m   | **ca. 70 × 50 m**       | ca. 105 × 68 m   |
| Tor               | 5 × 2 m         | **5 × 2 m**             | 7,32 × 2,44 m    |
| Strafraum         | 10 × 25 m       | **12 × 29 m**           | 16,5 × 40,3 m    |
| Strafstoßpunkt    | 9 m             | **9 m**                 | 11 m             |
| Ball              | Größe 4 (350 g) | **Größe 4/5 (350 g)**   | Größe 5 (420–445 g) |
| Spielzeit         | 4 × 15 min      | **2 × 30 min**          | 2 × 35 min       |
| Abseits           | nein            | **ja**                  | ja               |
| Rückpassregel     | nein            | **ja**                  | ja               |
| Auswechselspieler | beliebig        | **bis zu 5 Wechsel, Rückwechsel erlaubt** | je nach Klasse   |

Für den Feldaufbau erlaubt die DFB-Jugendordnung zwei Varianten: **„16er zu 16er"** auf einem regulären Großfeld (Schomann-Standard: ca. 70 mal 50 m, mit eigenem 12-mal-29-Meter-Strafraum 10 m außerhalb der Strafraumkanten) oder **mindestens 50 mal 68 m** auf einem reduzierten Großfeld in voller Großfeldbreite. Welche Variante dein Landesverband vorschreibt, steht in seinen Durchführungsbestimmungen. Wie du die bis zu 5 Wechsel über die 2 mal 30 Minuten auf einen 14er-Kader so verteilst, dass jeder Spieler mindestens 50 Prozent Spielzeit bekommt, behandelt [Spielzeit fair verteilen im Jugendfußball](https://areacopa.com/de/de/blog/spielzeit-fair-verteilen-jugendfussball) im E/D-Bucket inklusive Wechselkarten-Vorlage.

> **Info:** **Alternative D-Jugend-Formate.** Die DFB-Jugendordnung Anhang IV (Stand
>   15.07.2024) lässt für die D-Jugend zwei zusätzliche Formate zu: ein
>   **8 gegen 8** quer auf einer Großfeld-Hälfte (Außenlinie zu Außenlinie) und
>   ein **7 gegen 7** auf ca. 50 mal 65 Meter. In Bayern bietet die
>   BFV-Jugendordnung 2025 zudem ein 7-gegen-7-Zwillingsspiel an (zwei parallele
>   7er-Partien quer, 6 Abschnitte à 12 Minuten, Tore 5 × 2 m oder optional
>   6,20 × 2,10 m). Welches Format gespielt wird, gibt der jeweilige
>   Landesverband vor.

<SpielformenChart
  title="Spielfeldgrößen im Vergleich: E-, D- und C-Jugend"
  subtitle="Der Sprung vom 7 gegen 7 zum 9 gegen 9 und weiter zum 11 gegen 11, maßstabsgetreu"
  rowsJson='[
    {"ageGroup":"E-Jugend","format":"7 vs 7","players":7},
    {"ageGroup":"D-Jugend","format":"9 vs 9","players":9},
    {"ageGroup":"C-Jugend","format":"11 vs 11","players":11}
  ]'
  source="Quelle: DFB-Jugendordnung, Anhang IV (Stand 15. Juli 2024); fussballtraining 8/2011"
/>

## Was Spieler im 9 gegen 9 lernen sollen

<KapitelZusammenfassung>Drei Ausbildungs-Schwerpunkte stehen im Vordergrund: Dreiecke bilden statt Linien, ballorientiertes Verschieben des ganzen Teams, und viele saubere 1-gegen-1-Situationen — daraus folgt auch die Empfehlung zur Dreierkette.</KapitelZusammenfassung>

Der DFB hat das 9 gegen 9 nicht als Mini-11er eingeführt, sondern als Ausbildungs-Bühne mit drei klaren Schwerpunkten. Wenn du verstehst, was deine Spieler in dieser Altersstufe lernen sollen, fällt die Formations-Entscheidung später leichter.

1. **Dreiecke bilden.** Drei Spieler im Raum bieten zwei Anspielstationen für den Ballbesitzer. Das schult die Wahrnehmung, das Stellungsspiel und die Spieleröffnung weit besser als zwei parallel laufende Linien.
2. **Ballorientiertes Verschieben.** Die ganze Mannschaft bewegt sich gemeinsam mit dem Ball. Das ist die Vorstufe zur Raumdeckung im 11 gegen 11 und kommt im 7 gegen 7 wegen der Feldgröße kaum vor.
3. **Viele 1-gegen-1-Situationen.** Auf 70 mal 50 Metern haben die Spieler genug Raum, um in Duelle zu kommen, ohne sofort vom Gegenspieler erstickt zu werden. Genau dort entwickeln sich Technik und Durchsetzungsvermögen.

Diese drei Punkte zahlen direkt auf die DFB-Ausbildungskonzeption ein. Sie sind auch der Grund, warum die Dreierkette als Abwehrform empfohlen wird, nicht eine flache Vierer.

## Die Dreierkette als Fundament

<KapitelZusammenfassung>Drei nebeneinander aufgestellte Verteidiger üben ballorientiertes Verschieben automatisch ein — der ballnahe Verteidiger attackiert, die anderen sichern; eine Zweierkette skaliert auf D-Jugend-Maße nicht und lässt den Torwart 18 Meter isoliert stehen.</KapitelZusammenfassung>

Beide Standard-Formationen im 9 gegen 9 setzen auf drei Verteidiger plus Torwart. Das hat einen einfachen Grund: Drei nebeneinander stehende Verteidiger üben automatisch ballorientiertes Verschieben, ohne dass du es großartig erklären musst. Der ballnahe Verteidiger attackiert, die beiden anderen rücken zur Mitte und sichern ab. Das ist exakt der Mechanismus, den deine Spieler später in der C-Jugend in der Viererkette brauchen.

Eine Zweierkette dagegen erzeugt zu wenig Tiefenstaffelung: Wird ein Verteidiger ausgespielt, ist der zweite isoliert, und der Torwart hat 18 Meter Strafraum zwischen sich und dem nächsten Mitspieler. Das ist ein Konzept aus dem 7 gegen 7, das im 9 gegen 9 nicht skaliert.

## Formation 3-2-3: Das offensive System

<KapitelZusammenfassung>Offensivste Standard-Formation: Dreierkette, zwei versetzte Sechser und drei Stürmer in einer Linie; viele natürliche Dreiecke, hohes Pressing möglich — passt zu zwei spielintelligenten Sechsern und einer technisch versierten Mannschaft.</KapitelZusammenfassung>

<FormationDiagram
  title="3-2-3 auf dem Spielfeld"
  subtitle="Torwart, Dreierkette, zwei Sechser, drei Angreifer"
  formation="3-2-3"
  goalkeeperLabel="TW"
  rowLabelsJson='["V","M","A"]'
/>

**Aufbau:** Torwart, drei Verteidiger in einer Linie, zwei Sechser leicht versetzt vor den Nahtstellen der Abwehr, drei Angreifer in einer Linie über die ganze Breite.

**Spielidee:** Das 3-2-3 ist die offensivste der Standard-Formationen. Die drei Stürmer bieten dem Aufbauspiel drei Anspielstationen in der Spitze. Die versetzten Reihen erzeugen viele natürliche Dreiecke, in denen sich Kombinationsspiel fast von selbst entwickelt.

**Vorteile:**

- Ausgewogene Feldbesetzung in Breite und Tiefe
- Drei vordere Anspielstationen, ideal für schnelles Umschalten
- Dreiecksbildung passt exakt zur DFB-Ausbildungs-Empfehlung
- Hohes Pressing möglich, weil drei Stürmer auf drei gegnerische Verteidiger Druck ausüben
- Fördert offensiv denkende Spieler, was in dieser Altersklasse gewollt ist

**Nachteile:**

- Die zwei Sechser sind die meistlaufenden Spieler im Team und müssen taktisch reif sein
- Bei Ballverlust ist der Konter über die Mitte schwer zu verteidigen, weil das Zentrum nur doppelt besetzt ist
- Funktioniert nur, wenn die Außenstürmer bereit sind, mit nach hinten zu arbeiten
- Kondition: zwei Sechser laufen pro Spiel zwei bis drei Kilometer mehr als andere Positionen

**Wann passt es:** Wenn du zwei spielintelligente Sechser hast, deine Mannschaft technisch versiert ist, und du eine offensive Spielidee verfolgen willst. Empfehlung des DFB für die ausbildungs-orientierte Standard-Mannschaft.

## Formation 3-3-2: Das ausgewogene System

<KapitelZusammenfassung>Ausgewogenste 9er-Formation: zwei Dreierreihen sorgen für kompakten Defensivverbund, das Spiel läuft über die Flügel des Mittelfelds; die sichere Einstiegsformation für neue D-Jugend-Trainer und stabiler bei Kontern durch die Mitte.</KapitelZusammenfassung>

<FormationDiagram
  title="3-3-2 auf dem Spielfeld"
  subtitle="Torwart, Dreierkette, dreiköpfiges Mittelfeld, zwei Stürmer"
  formation="3-3-2"
  goalkeeperLabel="TW"
  rowLabelsJson='["V","M","A"]'
/>

**Aufbau:** Torwart, drei Verteidiger in einer Linie, drei Mittelfeldspieler in einer Linie davor, zwei Stürmer auf den halbrechten und halblinken Positionen.

**Spielidee:** Das 3-3-2 ist die ausgewogenste 9er-Formation. Zwei Dreierreihen erzeugen kompakten Defensivverbund, das Angriffsspiel läuft vor allem über die Flügel des Mittelfelds, wo sich Außenverteidiger einschalten können, um Überzahl zu erzeugen.

**Vorteile:**

- Sehr gute Raumdeckung in Breite und Tiefe
- Doppelte Absicherung auf den Flügeln in der Defensive
- Klare Aufgabenverteilung: Mittelfeld arbeitet beide Richtungen, Stürmer fokussieren auf den Strafraum
- Zwei Stürmer können kreuzen, einer kann sich fallen lassen, das schult variables Sturmspiel
- Defensiv stabiler als 3-2-3 bei Kontern über die Mitte

**Nachteile:**

- Nur zwei Anspielstationen in der Spitze, das Aufbauspiel hat weniger Optionen
- Die Außenverteidiger müssen das Flügelspiel mittragen, sonst läuft sich das Mittelfeld tot
- Weniger natürliche Dreiecksbildung als beim 3-2-3, du musst es bewusster trainieren
- Bei aggressivem Gegenpressing droht im Mittelfeld Stau

**Wann passt es:** Wenn du robuste Außenverteidiger hast, ein laufstarkes Mittelfeld und zwei Stürmer, die gemeinsam denken können. Ideal für Mannschaften, die in der höheren Spielklasse antreten und Defensiv-Stabilität brauchen.

## Alternativen: 3-1-3-1 und 2-3-3

<KapitelZusammenfassung>3-1-3-1 nur sinnvoll mit einem außergewöhnlich spielintelligenten Sechser, der einzelne Stürmer wird sonst isoliert; 2-3-3 ist maximal offensiv aber für die Ausbildung nicht empfohlen, weil die Zweierkette im 9 gegen 9 zu fehleranfällig ist.</KapitelZusammenfassung>

Neben den zwei Standards tauchen in der Praxis zwei Alternativen auf:

**3-1-3-1** (drei Verteidiger, ein Sechser, drei Achter, ein Stürmer). Der einzelne Sechser kann die Abwehr ballorientiert vor sich aufbauen lassen, die drei Achter schaffen Räume im Zentrum. Stark, wenn du einen außergewöhnlich spielintelligenten Sechser hast. Schwäche: Der einzelne Stürmer wird in der Spitze oft isoliert und braucht extreme Laufbereitschaft.

<FormationDiagram
  title="3-1-3-1: vertikale Achse mit Solo-Stürmer"
  subtitle="Drei Verteidiger, ein Sechser, drei Achter, ein Stürmer"
  formation="3-1-3-1"
  goalkeeperLabel="TW"
  rowLabelsJson='["V","6","8","A"]'
/>

**2-3-3** (zwei Verteidiger, drei Mittelfeldspieler, drei Stürmer). Maximal offensiv, kommt in der Praxis fast nur gegen klar schwächere Gegner zum Einsatz. Schwäche: Die Zweierkette ist im 9 gegen 9 extrem fehleranfällig, weil ein einziger durchgesteckter Pass die Hälfte deiner Abwehr aushebelt. Nicht für die Ausbildung empfohlen, sondern als gelegentliches Druck-System.

<FormationDiagram
  title="2-3-3: maximales Druck-System"
  subtitle="Zwei Verteidiger, drei Mittelfeldspieler, drei Stürmer"
  formation="2-3-3"
  goalkeeperLabel="TW"
  rowLabelsJson='["V","M","A"]'
/>

> **Warning:** In der D-Jugend ist die Wahl der Formation eine Lern-Entscheidung, keine
>   Sieg-Entscheidung. Eine taktisch riskante 2-3-3-Spielweise mag drei Spiele in
>   Folge gewinnen, kostet aber deine Spieler die Schulung in
>   Defensiv-Verschieben, die sie in der C-Jugend zwingend brauchen. Wähle die
>   Formation nach Ausbildungswert, nicht nach Tabellenplatz.

## Welche Formation passt zu deinem Kader?

<KapitelZusammenfassung>Drei Leitfragen entscheiden: zwei spielintelligente Sechser → 3-2-3; starke und offensiv mitspielbereite Außenverteidiger → 3-3-2; wendiger 1-gegen-1-Stürmer → 3-2-3, klassischer Strafraum-Stürmer → 3-3-2. Für neue Trainer ist 3-3-2 die sichere Wahl.</KapitelZusammenfassung>

Drei Fragen helfen bei der Entscheidung:

1. **Hast du zwei spielintelligente Sechser?** Ja: 3-2-3. Nein: 3-3-2 ist verzeihender, weil drei Mittelfeldspieler einen schwächeren Sechser stützen.
2. **Wie stark sind deine Außenverteidiger?** Stark und offensiv mitspielbereit: 3-3-2 bringt das Maximum aus ihnen heraus. Schwach im Stellungsspiel: 3-2-3, weil die drei Stürmer das Flügelspiel selbst übernehmen.
3. **Was ist dein zentraler Stürmer für ein Typ?** Wendiger 1-gegen-1-Spieler: 3-2-3 mit drei Anspielstationen liefert ihm Pässe in den Lauf. Strafraum-Tankstürmer mit Kopfball: 3-3-2 mit Hereingaben von beiden Flügeln.

Wenn du gerade zum ersten Mal eine D-Jugend übernimmst, ist das **3-3-2 die sicherere Wahl**: einfacher zu erklären, defensiv stabiler, gibt dir Zeit, deinen Kader kennenzulernen. Das 3-2-3 lohnt sich, sobald du nach drei bis vier Monaten weißt, welche Spieler die Sechs-Position taktisch wirklich tragen können.

## Die ersten 4 Wochen mit dem neuen Jahrgang

<KapitelZusammenfassung>Vier-Wochen-Übergang: Woche 1 nur Feldgewöhnung, Woche 2 alle Positionen durchrotieren, Woche 3 Standardsituationen und erstes Abseits-Training auf dem Platz, Woche 4 erstes Pflichtspiel mit klarer Formation — Ergebnis sekundär, Lerneffekt zählt.</KapitelZusammenfassung>

Ein konkreter Trainingsplan für den Übergang aus dem 7 gegen 7:

**Woche 1: Feldgewöhnung.** Jede Einheit beginnt mit zehn Minuten freiem Spiel auf dem D-Jugend-Feld, ohne Vorgaben. Die Spieler sollen die neuen Distanzen körperlich erfahren: Wie weit ist es vom eigenen bis zum gegnerischen Strafraum? Wie viel Kraft kostet ein Sprint von Mittellinie bis Strafraum? Konditionelle Belastung bewusst gering halten, das Feld macht die Arbeit.

**Woche 2: Positionsverständnis.** Jede Position einmal durch jeden Spieler durchrotieren lassen. Auch der spätere Stürmer spielt eine Trainingsphase als Innenverteidiger. Das verhindert, dass du in Woche 3 schon Positionen einbetonierst, und es zahlt auf den DFB-Ausbildungs-Schwerpunkt „variabel ausbilden" ein.

**Woche 3: Spielsituationen.** Standardsituationen üben: Spielaufbau aus dem eigenen Strafraum, Verschieben der Dreierkette, Eckball-Verteidigung. Hier auch zum ersten Mal Abseits in einer Übungsform thematisieren.

> **Tip:** Abseits ist für viele E-Jugend-Aufsteiger der größte mentale Sprung. Erklär
>   die Regel nicht abstrakt am Whiteboard, sondern auf dem Platz: stelle drei
>   Spieler in einer Linie auf, ein vierter geht zwei Schritte nach vorne, du
>   rufst „Abseits". Das Bild bleibt hängen, der Paragraph nicht.

**Woche 4: Erstes Pflichtspiel.** Mit klarer Formation antreten (Empfehlung: 3-3-2), aber das Ergebnis ist sekundär. Nach dem Spiel kurz besprechen, was an der neuen Spielform funktioniert hat und was nicht. Erwarte, dass das erste Spiel chaotisch wird, das ist Teil des Lernens.

## Typische Fehler beim Übergang ins 9 gegen 9

<KapitelZusammenfassung>Fünf häufige Stolperfallen: zu früh wie 11 gegen 11 trainieren, Spieler ab Tag 1 auf Positionen festlegen, Abseits theoretisch erklären statt zeigen, Konditionssteuerung unterschätzen und Formationen wie Profis taktisch debattieren statt sie als Lern-Bühne zu nutzen.</KapitelZusammenfassung>

Fünf Stolperfallen, die fast jeder erste D-Jugend-Trainer macht:

- **Zu früh wie 11 gegen 11 trainieren.** Das 9 gegen 9 ist eigenständig, kein Mini-Großfeld. Eine flache Vierer mit Doppelsechs zu üben, weil es „richtiger Fußball" ist, verbrennt deine Trainings-Zeit.
- **Positionen einbetonieren.** Wer Spieler in Woche 1 als „Verteidiger" oder „Stürmer" festlegt, schließt die in dieser Altersklasse wichtige Polyvalenz aus. Rotation gehört bis mindestens U13 dazu.
- **Torwart isolieren.** Mit der neuen Rückpassregel muss dein Torwart zum elften Feldspieler werden. Wer ihn nur Bälle fangen lässt, vergeudet die wichtigste Position für den Spielaufbau im 9 gegen 9.
- **Konter-Absicherung vergessen.** Beim 3-2-3 sind die zwei Sechser für Restverteidigung verantwortlich. Wenn du das nicht trainierst, kassierst du in jedem Spiel zwei bis drei Konter über die Mitte. Eine [Restverteidigung-Schulung](https://areacopa.com/de/de/blog/restverteidigung-jugendfussball) zahlt sich ab Woche 4 aus.
- **Flügelspieler vergessen.** Im 3-3-2 sind die äußeren Mittelfeldspieler die wichtigsten Spieler überhaupt. Wer sie nur in der Defensive einsetzt, verschenkt das gesamte Angriffsspiel.

Wer den Planungsaufwand für ein internes D-Jugend-Trainingsturnier minimieren will, nutzt ein Tool wie **AreaCopa** und spart sich die Excel-Tabellen für Spielplan, Tabellen und Aufstellungen.

## 9 gegen 9 ist eine eigene Spielform

<KapitelZusammenfassung>Das 9 gegen 9 ist eine bewusst konzipierte Ausbildungs-Bühne, keine verkleinerte Großfeld-Version: Dreierkette als Defensiv-Fundament, 3-3-2 als sichere Einstiegs-Formation, 3-2-3 für die offensive Spielidee und vier Wochen Eingewöhnung beim Übergang aus dem 7 gegen 7.</KapitelZusammenfassung>

Wenn du eine Sache aus diesem Artikel mitnimmst: Das 9 gegen 9 ist nicht „11 gegen 11 mit zwei Spielern weniger", sondern eine bewusst konzipierte Ausbildungs-Bühne mit eigener Logik. Dreierkette als Defensiv-Fundament, 3-3-2 als sichere Einstiegs-Formation, 3-2-3 für die offensiv-ausgerichtete Spielidee, und ein klarer Vier-Wochen-Plan für den Übergang aus dem 7 gegen 7.

Die [Spielformen-Reform 2026 für die G-, F- und E-Jugend](https://areacopa.com/de/de/blog/spielformen-kinderfussball-2026) hat die D-Jugend nicht umgekrempelt, aber leicht aufgefächert: Die DFB-Jugendordnung 2024 hält am 9 gegen 9 als Standard fest und erlaubt zusätzlich 8 gegen 8 quer und 7 gegen 7 als Optionen. Deine Aufgabe als Trainer ist, deine Spieler auf das vorzubereiten, was in der C-Jugend kommt: das volle 11 gegen 11.

Wenn du gleich ein D-Jugend-Turnier organisieren willst, übernimmt die [Jugendturnier-Spielplan-App](https://areacopa.com/de/de/jugendturnier-spielplan-app) Spielplan, Tabelle und Live-Link für 9-gegen-9.

[Plane jetzt dein erstes D-Jugend-Trainingsturnier auf AreaCopa.](https://areacopa.com/de/tournaments/new?utm_source=agent&utm_medium=markdown&utm_campaign=9v9-formations-youth-u13)

## Quellen

Die Spielfeldmaße, Format-Optionen, Regel-Vorgaben und Formationen in diesem Artikel stammen aus den offiziellen DFB-Quellen:

1. **Deutscher Fußball-Bund (Stand: 15. Juli 2024).** *Jugendordnung, Anhang IV — Bestimmungen für Spiele auf Kleinfeld für Juniorinnen und Junioren.* Frankfurt am Main. Quelle für die D-Jugend-Format-Optionen (9v9, 8v8 quer, 7v7), die Spielfeldmaße (16er zu 16er oder mindestens 50 × 68 m) sowie die Vorgaben zu Ballgröße und Torgröße.
2. **Schomann, P. (2011).** *„Endlich gibt es Ballkontakte für alle! D-Junioren spielen bundesweit 9 gegen 9."* In: *fussballtraining* 8/2011, Philippka-Sportverlag. Original-Implementierungs-Beitrag des DFB mit den Maßen 70 × 50 m, Strafraum 12 × 29 m, 9-m-Strafstoßpunkt und der Empfehlung zu Dreierkette, 3-2-3 und 3-3-2 als Standard-Formationen.
3. **Bayerischer Fußball-Verband (18.04.2011).** *Mitteilung: Bundesweit einheitliche altersgerechte Spielform bei den D-Junioren (U12–U13).* BFV-Merkblatt zur konkreten Spielfeld-Markierung (12-m-Strafraum mit Seitenauslinien 10 m außerhalb = ca. 49–50 m Feldbreite), Auswechselregelung und Rückpass-/Abseitsregel.
4. **Bayerischer Fußball-Verband (Stand: 01.08.2025).** *[BFV-Jugendordnung](https://www.bfv.de/binaries/content/assets/inhalt/der-bfv/satzung-richtlinien-amtliches/ordnungen/jugendordnung---01.08.2025.pdf).* Aktuelle bayerische Durchführungsbestimmungen inklusive der Alternative 7-gegen-7-Zwillingsspiel.

Wer für seinen Landesverband konkrete Werte braucht, findet die regional verbindlichen Durchführungsbestimmungen auf den Webseiten der Landesverbände (z. B. BFV, WFV, NFV, FVR, SBFV). Sie setzen den DFB-Rahmen innerhalb der erlaubten Bandbreiten leicht unterschiedlich um.

---
Source: https://areacopa.com/de/blog/9-gegen-9-d-jugend-aufstellung
