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Junge Torhüterin von hinten mit Ball am Fuß, vor ihr sechs Mitspieler in Leibchen auf dem Rasenplatz
Taktik & Spiel

7 gegen 7 in der E-Jugend: Aufstellung, 7er-Feld und Rotation für Trainer

7 gegen 7 Aufstellung in der E-Jugend: 2-3-1, 3-2-1 oder 3-3 im 7er-Fußball, dazu 7er-Feld (55 × 35 m), Regeln deines Verbands und Rotation.

Aktualisiert am 20 Min. Lesezeit

Auf einen Blick

  • Im 7 gegen 7 der E-Jugend stehen sechs Feldspieler und ein Torwart auf einem Feld von etwa 55 mal 35 Metern.
  • Der DFB erlaubt in der E-Jugend auch 6 gegen 6, 5 gegen 5 und 4 gegen 4; welche Form gespielt wird, entscheidet der Landesverband.
  • Gespielt wird 4 mal 15 oder 2 mal 25 Minuten mit einem Ball der Größe 4; der DFB nennt 350 Gramm, einige Verbände lassen 290 Gramm zu.
  • Das 2-3-1 ist die ausgewogenste Aufstellung, das 3-2-1 sichert hinten ab, das 3-3 ist am einfachsten zu erklären.
  • Unter den ausgewerteten Verbänden gibt keiner eine Formation vor; der Württembergische Fußballverband nennt als Leitsatz, dass jedes Kind jede Position spielt.

Deine Kinder haben letzte Saison noch im 5 gegen 5 gespielt, auf einem Feld von 40 mal 25 Metern, mit wenig Platz und vielen Ballkontakten. Jetzt steht im Spielplan ein 7 gegen 7, kurz der 7er-Fußball, das Feld ist fast doppelt so groß, und am Spielfeldrand fragt der erste Vater, in welchem System ihr eigentlich spielt.

Dieser Artikel gibt dir die Antworten, die du als Trainerin oder Trainer einer E-Jugend vor dem ersten Spieltag brauchst:

  • wer 7 gegen 7 spielt und wer in deinem Landesverband darüber entscheidet
  • Spielfeld, Spielzeit und die Regeln, die sich vom 5 gegen 5 unterscheiden
  • das 7 gegen 7 der D-Jugend auf dem größeren Feld
  • die vier Aufstellungen 2-3-1, 3-2-1, 2-2-2 und 3-3 mit Stärken und Schwächen
  • wie du aufstellst und trotzdem jedes Kind jede Position spielen lässt
  • einen Plan für die ersten Wochen nach dem 5 gegen 5

7er-Feld: Maße, Spielfeldgröße und Regeln der E-Jugend

Die Zahlen aus der DFB-Jugendordnung und dem DFB-Leitfaden für das 7 gegen 7 der E-Jugend, daneben die Spielform, aus der deine Kinder kommen, und die, in die sie wechseln. Die Werte der D-Jugend sind Richtwerte der Verbände:

MerkmalF-Jugend (5 gegen 5)E-Jugend (7 gegen 7)D-Jugend (9 gegen 9)
AlterU8 und U9U10 und U11U12 und U13
Spieler4 plus Torwart6 plus Torwart8 plus Torwart
Feldgrößeca. 40 × 25 mca. 55 × 35 mca. 70 × 50 m (Richtwert)
ToreMini-Tore oder Kleinfeld2 Kleinfeldtore5 × 2 m
BallGröße 3 (290 g)Größe 4 (350 g)Größe 4 oder 5 (350 g)
Spielzeit6 × 10 bis 12 min4 × 15 min oder 2 × 25 min2 × 30 min
Ball im Auseindribbeln oder einpassenEinwurfje nach Verband
Schiedsrichterkeineroptionalje nach Verband

Für deine Kinder ändert sich sofort etwas. Das Feld wächst von rund 1.000 auf rund 1.900 Quadratmeter, es gibt also fast doppelt so viel Raum. Der DFB-Leitfaden nennt für das 7 gegen 7 an einer Stelle „von überall“, in seiner Übersicht aber die Mittellinie als Schusszone, und in den meisten Landesverbänden zählt ein Tor nur aus der gegnerischen Hälfte. Nach einem Ball im Seitenaus wird eingeworfen statt eingedribbelt. Beides regeln mehrere Landesverbände anders, dazu gleich mehr.

Die Spielzeit der E-Jugend gibt die DFB-Jugendordnung vor: 4 mal 15 oder wahlweise 2 mal 25 Minuten. Welche der beiden dein Landesverband spielt, steht in seinen Bestimmungen. Beim Ball nennt der DFB 350 Gramm, einige Verbände lassen auch 290 Gramm zu. Welche Zeiten in den anderen Altersklassen gelten, zeigt die Übersicht zur Spielzeit im Jugendfußball.

Auch die Feldgröße ist ein Richtwert. Bayern nennt etwa 35 mal 55 Meter, Westfalen etwa 45 mal 30 bis 35 Meter, das Rheinland etwa 40 mal 30 Meter. Niedersachsen nennt für den Strafraum 21 mal 8 Meter, wie groß er bei dir ist, steht in der Ausschreibung deiner Staffel.

Spielfeldgrößen im Vergleich: F-, E- und D-Jugend

Vom 5 gegen 5 über das 7 gegen 7 zum 9 gegen 9, maßstabsgetreu

F-Jugend5 vs 540 × 25 mE-Jugend7 vs 755 × 35 mD-Jugend9 vs 970 × 50 m

Quelle: DFB-Jugendordnung, Anhang IV (Stand 21. August 2026)

Abseits und Rückpass

Die DFB-Jugendordnung sagt zu beiden Regeln nichts, sie überlässt das den Landesverbänden. Der DFB-Leitfaden nennt kein Abseits, bei der Rückpassregel widersprechen sich seine Seiten. Beim Abseits sind sich die ausgewerteten Verbände einig: Niedersachsen, Hessen, Sachsen, Westfalen, das Rheinland und der Niederrhein schreiben ausdrücklich, dass es bei den E-Junioren keines gibt, in Bayern steht es so in der Regelung des Bezirks Oberbayern. Dein Stürmer darf also überall stehen.

Bei der Rückpassregel weicht nur Bayern ab. Niedersachsen, Hessen, Sachsen, Westfalen, das Rheinland, der Niederrhein und Württemberg wenden sie an: Spielt ein Mitspieler den Ball kontrolliert zum Torwart zurück, darf der ihn nicht in die Hand nehmen. In Oberbayern gilt sie im Minifußball nicht, dort darf der Torwart den Ball aufnehmen. Für die Aufstellung ist das wichtiger, als es klingt, denn dein Torwart wird damit zum siebten Feldspieler im Spielaufbau.

Wechsel und Rotationsspieler

Im 7 gegen 7 des DFB sitzt niemand auf der Bank. Die Kinder, die gerade nicht im großen Spiel stehen, spielen auf einem Nebenspielfeld im 2 gegen 2 oder 3 gegen 3. Nach sieben Minuten wechseln sie ins große Spiel, und ein Sieg auf dem Nebenfeld zählt als zusätzliches Tor für das Ergebnis. Bei sieben Minuten pro Durchgang wechselst du ungefähr zweimal pro Viertel.

Dein Verband kann das anders handhaben. Niedersachsen erlaubt im 7 gegen 7 beliebig häufiges Ein- und Auswechseln. Bayern lässt nur in den Viertelpausen wechseln und verlangt, dass kein Kind durchspielt. Das Rheinland erlaubt bis zu fünf Rotationsspieler und empfiehlt für sie dringend ein Nebenfeld. Westfalen lässt im 7er-Spiel grundsätzlich nur einen Auswechselspieler zu, die übrigen Kinder spielen auf dem Aufwärmfeld. Wie du die Einsatzzeiten in allen Fällen gerecht verteilst, zeigt Spielzeit fair verteilen im Jugendfußball.

Ergebnisse und Tabellen

Auch das regelt jeder Verband selbst. Württemberg erlaubt Ergebnislisten und Tabellen in der E-Jugend, der Leitfaden nennt das für die Formen bis 5 gegen 5; im 7 gegen 7 gibt es Bezirksmeisterschaften. Sachsen verbietet sie und spielt in dieser Altersklasse keinen Meister aus. Hessen lässt Ergebnisse und Tabellen nicht im DFBnet veröffentlichen, dem Portal, über das die Verbände ihre Spiele verwalten, soweit nach den Neuen Wettbewerbsformen gespielt wird. Meisterschaftsrunden der E-Junioren bleiben zulässig. Westfalen und der Niederrhein spielen keinen Kreismeister aus, der Mittelrhein erfasst gar keine Ergebnisse. Im Rheinland entscheidet der Kreis, ob das E7 mit oder ohne Wertung läuft.

7 gegen 7: Wer es spielt und wer entscheidet

Seit der Saison 2024/25 sind die neuen Spielformen im Kinderfußball verbindlich. Die DFB-Jugendordnung nennt für die E-Jugend seitdem nicht mehr eine Spielform, sondern vier: 7 gegen 7 oder 6 gegen 6 auf dem größeren Feld, 5 gegen 5 und 4 gegen 4 auf dem kleineren. Das 7 gegen 7 ist also erlaubt, aber nicht vorgeschrieben.

Welche Form deine Mannschaft am Wochenende spielt, entscheidet dein Landesverband, und die Verbände gehen sehr verschieden damit um:

  • Niedersachsen spielt in der E-Jugend im Regelfall vier Feldspieler plus Torwart. Ein 7 gegen 7 gibt es nur auf Antrag des Kreises, und Anträge sind höchstens bis zur Spielzeit 2026/27 möglich.
  • Hessen nennt das 6 gegen 6 die bevorzugte Wettbewerbsform und spielt spätestens ab der Saison 2027/28 in der E-Jugend nur noch so.
  • Sachsen kennt in der E-Jugend kein 7 gegen 7. Dort ist es die Spielform der D-Jugend.
  • Württemberg führt das 7 gegen 7 der E-Jugend weiter.
  • Bayern nennt die Form „Fußball 7“ und spielt sie in der E-Jugend im Ligabetrieb, daneben gibt es „Fußball 5“. Welche Formen angeboten werden, legen die Kreise fest.
  • Westfalen spielt die Spielrunden der E-Jugend im 7 gegen 7. Die Auswechselspieler spielen daneben auf einem Aufwärmfeld mit Minitoren.
  • Rheinland trennt in „E7“ mit Punktspielen auf Kreisebene und „E5“ in Turnierform. Das E7 wird in der Saison 2026/27 ausgewertet, danach entscheidet der Verband, wie es weitergeht.
  • Niederrhein lässt in der E-Jugend höchstens 6 gegen 6 spielen. Das 7 gegen 7 beginnt dort mit der D-Jugend.
  • Mittelrhein legt in seinen Durchführungsbestimmungen 4 gegen 4 und vier Feldspieler plus Torwart fest. Einzelne Kreise weichen ab: Aachen spielt in der U11 sechs Feldspieler plus Torwart.

Für dich heißt das: Schau in die Ausschreibung deiner Staffel, bevor du eine Aufstellung planst. Steht dort 7 gegen 7, gilt alles Folgende. Steht dort 6 gegen 6, nimmst du aus jeder Aufstellung einen Spieler heraus, das Prinzip bleibt gleich. Wie die Reform die Altersklassen darunter verändert hat, beschreibt der Überblick über die Spielformen im Kinderfußball 2026.

7 gegen 7 in der D-Jugend: das größere Feld

Das 7 gegen 7 endet nicht zwingend mit der E-Jugend. Für die D-Jugend empfiehlt die DFB-Jugendordnung drei Spielformen: das 9 gegen 9 von Strafraum zu Strafraum, ein 8 gegen 8 quer von Außenlinie zu Außenlinie (mindestens 50 mal 68 Meter) und ein 7 gegen 7 auf etwa 50 mal 65 Metern. Die Tore sind 5 Meter breit und 2 Meter hoch, der Ball hat Größe 4 oder 5 bei 350 Gramm. Die Jugendordnung nennt Meisterschaftsspiele; ob es einen Meister gibt, regeln die Verbände.

Die Landesverbände füllen diesen Rahmen aus. Sachsen spielt in der D-Jugend ausschließlich 7 gegen 7, auf 50 bis 60 Metern Länge und 30 bis 40 Metern Breite, mit einem Strafraum von 10 mal 25 Metern und höchstens sieben Wechselspielern. Niedersachsen lässt 9 gegen 9 oder 7 gegen 7 zu, das 7 gegen 7 auf rund 65 mal 50 Metern mit 60 Minuten Gesamtspielzeit. Dieselben Maße nennt der Westdeutsche Fußballverband für Westfalen und den Mittelrhein, der Niederrhein spielt auf etwa 65 mal 35 Metern, das Rheinland quer auf einer Platzhälfte. Westfalen, Mittelrhein, Niederrhein und Rheinland spielen jeweils 2 mal 30 Minuten und mit Abseits, in Sachsen gilt auch in der D-Jugend kein Abseits.

Bayern geht einen eigenen Weg. Dort heißt die Form Zwillingsspiel: Zwei 7er-Partien derselben Vereine laufen gleichzeitig quer auf dem Großfeld, in bis zu sechs Abschnitten von 12 Minuten, und gezählt werden die gewonnenen Abschnitte.

Für deine Aufstellung ändert sich die Zahl der Spieler nicht, wohl aber der Raum. Ein Feld von 50 mal 65 Metern hat rund 3.250 Quadratmeter, das sind etwa 70 Prozent mehr als in der E-Jugend. Zwei Verteidiger decken diese Breite kaum noch ab. Wer in der D-Jugend 7 gegen 7 spielt, ist mit drei Verteidigern besser beraten. Spielt dein Verband 9 gegen 9, findest du die passenden Aufstellungen im Artikel zum 9 gegen 9 in der D-Jugend.

Was Kinder im 7 gegen 7 lernen sollen

Bevor du dich für eine Aufstellung entscheidest, lohnt ein Blick auf das, was die Verbände für diese Altersklasse wollen. Die DFB-Jugendordnung nennt für die E-Jugend drei Prinzipien:

  1. Variable Bedingungen. Teamgröße, Spielfeldgröße und Tore sollen wechseln. So lässt sich lesen, warum vier Spielformen nebeneinander stehen und nicht eine.
  2. Fußball verstehen und unterschiedliche Situationen meistern. Die Kinder sollen in unterschiedlichen Situationen zurechtkommen.
  3. Mit Sieg und Niederlage umgehen lernen. Jedes Spiel ist eine neue Chance.

Von Formationen steht dort nichts, und das ist kein Versehen. Auch von den neun ausgewerteten Landesverbänden empfiehlt keiner eine Aufstellung. Der Württembergische Fußballverband formuliert als Leitsatz für den Kinderfußball: „Jede(r) spielt auf jeder Position!“ Der Sächsische Fußball-Verband schreibt in der Präambel seiner Kleinfeldbestimmungen, Spielsysteme mit Taktiken, Ergebnisdenken und Tabellen wie im Erwachsenenfußball hätten im Kinderfußball nichts zu suchen.

Wie passt dazu ein Artikel über Aufstellungen? Sieben Kinder brauchen auf 1.900 Quadratmetern eine Ordnung, sonst laufen alle dem Ball hinterher. Eine Aufstellung gibt ihnen diese Ordnung. Sie sagt nur, wo jemand beim Anpfiff steht. Württemberg wendet sich gegen feste Rollen für Neunjährige, und die brauchst du dafür nicht. So sind die folgenden Aufstellungen gemeint.

Aufstellung 2-3-1: die ausgewogene Grundordnung im 7er-Fußball

2-3-1 auf dem Spielfeld

Torwart, zwei Verteidiger, drei Mittelfeldspieler, eine Spitze

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Aufbau: Torwart, zwei Verteidiger nebeneinander, davor drei Mittelfeldspieler über die ganze Breite, vorne eine Spitze.

Spielidee: Das 2-3-1 verteilt die sechs Feldspieler auf drei Reihen. Wer den Ball hat, findet fast immer zwei Mitspieler in der Nähe: einen schräg vor sich, einen neben sich. Die beiden äußeren Mittelfeldspieler laufen die Seitenlinie auf und ab, der mittlere verbindet Abwehr und Angriff.

Vorteile:

  • Ausgewogen zwischen Angriff und Abwehr, deshalb die übliche erste Wahl
  • Viele Dreiecke zum Passen, hinten, in der Mitte und vorne
  • Drei Reihen in der Tiefe, das Spiel kommt Schritt für Schritt nach vorne
  • Die äußeren Mittelfeldspieler lernen beide Richtungen, das hilft später im 9 gegen 9

Nachteile:

  • Nur zwei Verteidiger, die Breite ist hinten schwer abzudecken
  • Die Flügel sind jeweils nur einfach besetzt
  • Rückt das Mittelfeld nach Ballverlust nicht mit zurück, stehen die Verteidiger allein gegen den Konter
  • Die Spitze kann ohne Unterstützung aus dem Mittelfeld lange ohne Ball bleiben

Wann passt es: Wenn deine Mannschaft gerne kombiniert und du zwei Kinder hast, die hinten ruhig bleiben. Für die meisten E-Jugend-Mannschaften ist das 2-3-1 die Aufstellung, mit der du beginnst.

Aufstellung 3-2-1: mehr Sicherheit hinten

3-2-1 auf dem Spielfeld

Torwart, drei Verteidiger, zwei Mittelfeldspieler, eine Spitze

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Aufbau: Torwart, drei Verteidiger in einer Linie, zwei Mittelfeldspieler davor, vorne eine Spitze.

Spielidee: Das 3-2-1 tauscht einen Mittelfeldspieler gegen einen dritten Verteidiger. Die Mannschaft steht hinten enger zusammen. Nach vorne geht es über die beiden äußeren Verteidiger, die sich in den Angriff einschalten, sobald der Ball sicher ist.

Vorteile:

  • Defensiv kompakter, die Mitte ist schwer zu durchspielen
  • Drei Verteidiger decken die Feldbreite ab
  • Gibt Kindern Sicherheit, die sich mit zwei Verteidigern überfordert fühlen
  • Bereitet auf die Abwehr mit drei Verteidigern vor, wie sie beide Grundordnungen des DFB für das 9 gegen 9 haben

Nachteile:

  • Vorne fehlt die Breite, der offensive Flügel bleibt oft leer
  • Sehr lange Laufwege für die äußeren Verteidiger, wenn sie auch angreifen sollen
  • Bleiben die äußeren Verteidiger hinten, wird das Spiel passiv
  • Nur drei Kinder vor dem Ball, im Angriff fehlen Anspielstationen

Wann passt es: Wenn deine Mannschaft viele Gegentore über Konter bekommt, wenn ihr gegen deutlich stärkere Gegner spielt, oder im 7 gegen 7 der D-Jugend auf dem größeren Feld.

Aufstellung 3-3: zwei Reihen für den Einstieg

3-3 auf dem Spielfeld

Torwart, drei Verteidiger, drei Angreifer

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Aufbau: Torwart, drei Verteidiger, drei Angreifer. Ein Mittelfeld gibt es nicht.

Spielidee: Das 3-3 kennen deine Kinder im Kern schon aus dem 5 gegen 5: eine Reihe hinten, eine Reihe vorne. Jedes Kind hat einen Partner vor oder hinter sich und eine klare Seite.

Vorteile:

  • Die Breite ist vorne und hinten gut abgedeckt
  • Sehr einfach zu erklären, auch im ersten Training nach den Ferien
  • Jedes Kind hat eine Seite und einen Partner, das gibt Orientierung

Nachteile:

  • Wenige Passdreiecke, besonders für die Außenspieler
  • Nur zwei Reihen in der Tiefe, der Raum dazwischen bleibt leer
  • Lange Bälle von hinten nach vorne werden zur einfachsten Lösung

Wann passt es: In den ersten zwei bis drei Wochen nach dem Wechsel aus dem 5 gegen 5, solange das größere Feld noch neu ist. Danach lohnt der Schritt zum 2-3-1, weil die dritte Reihe das Zusammenspiel erst möglich macht.

Aufstellung 2-2-2: Zwei Reihen mit Doppelspitze

2-2-2 auf dem Spielfeld

Torwart, zwei Verteidiger, zwei Mittelfeldspieler, zwei Stürmer

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Aufbau: Torwart, zwei Verteidiger nebeneinander, davor zwei Mittelfeldspieler, vorne zwei Stürmer.

Spielidee: Das 2-2-2 teilt das Feld in drei gleich große Zonen. Jedes Kind hat einen Partner in der eigenen Reihe und einen Mitspieler direkt dahinter oder davor. Die Doppelspitze bietet dem Ballbesitzer im Mittelfeld zwei Passziele und lässt den Gegner vorne nicht auf einen Stürmer konzentrieren.

Vorteile:

  • Klare Zonen, jede Reihe hat nur zwei Kinder und eine eindeutige Aufgabe
  • Zwei Stürmer helfen sich gegenseitig, ein Kind muss nicht allein vorne warten
  • Die Reihen lassen sich beim Rotieren leicht tauschen

Nachteile:

  • Zwei Verteidiger decken die Breite hinten nur schwer ab
  • Die Mitte zwischen den beiden Mittelfeldspielern ist offen, wenn sie auseinanderlaufen
  • Beide Mittelfeldspieler laufen viel, ohne Rückhalt eines dritten Mittelfeldspielers

Wann passt es: Wenn du zwei laufstarke Kinder im Mittelfeld und zwei Stürmer hast, die sich verstehen. Für Mannschaften, die gerne nach vorne spielen, aber noch nicht mit einer dritten Reihe zurechtkommen.

Welche Aufstellung passt zu deinem Kader?

Die vier Aufstellungen im Vergleich:

AufstellungStärkeSchwächePasst, wenn
3-3einfach zu erklären, Breite gedecktwenige Passdreieckedas 7 gegen 7 neu ist
2-3-1viele Dreiecke, ausgewogennur zwei Verteidigerdu ruhige Kinder hinten hast
3-2-1kompakt, fängt Konter abvorne fehlt Breiteihr viele Konter kassiert
2-2-2klare Zonen, DoppelspitzeLücke in der Mittedu zwei laufstarke Mittelfeldspieler hast

Diese Fragen helfen bei der Entscheidung:

  1. Wie neu ist das 7 gegen 7 für deine Kinder? Ganz neu: Beginne mit dem 3-3 und wechsle nach wenigen Wochen. Schon eine Saison gespielt: direkt 2-3-1.
  2. Wie sicher sind deine Verteidiger? Zwei ruhige Kinder am Ball: 2-3-1. Viele Gegentore über Konter: 3-2-1, bis die Abstimmung besser wird.
  3. Wie laufstark sind deine Außenspieler? Laufen sie gerne die Linie auf und ab, gehören sie ins Mittelfeld des 2-3-1. Fehlt die Ausdauer, entlastet sie das 3-3 mit kürzeren Wegen.

Wenn du gerade zum ersten Mal eine E-Jugend übernimmst, ist das 2-3-1 die tragfähigste Wahl. Es verteilt die Kinder gleichmäßig über das Feld und bereitet am besten auf die Reihen des 9 gegen 9 vor.

Aufstellen und trotzdem rotieren

So lässt sich der Leitsatz aus Württemberg umsetzen, ohne auf Ordnung zu verzichten: Die sieben Plätze bleiben, wer darauf steht, ändert sich.

Am einfachsten geht das mit den vier Vierteln. Nach jedem Abschnitt rückt jedes Kind eine Position weiter: der linke Verteidiger ins linke Mittelfeld, der linke Mittelfeldspieler in die Spitze, die Spitze ins Tor. Bei 4 mal 15 Minuten hat nach einem Spiel jedes Kind mindestens zwei Reihen kennengelernt, und nach zwei Spielen stand jedes einmal im Tor.

Dabei hilft:

  • Das Tor gehört zur Rotation. In der E-Jugend ist noch niemand Torwart. Wer im Tor stand, weiß später als Feldspieler, wie ein Rückpass sich anfühlt.
  • Schreib die Reihenfolge vorher auf. Am Spielfeldrand vergisst du sonst die Kinder, die leise sind.
  • Sag den Eltern, warum. Ein Kind, das im Sturm drei Tore schießt und im nächsten Viertel verteidigt, löst Fragen aus. Die Jugendordnung nennt als Ziel, dass Kinder unterschiedliche Situationen meistern; Positionswechsel sind eine Art, das zu üben.

Dieselbe Haltung trägt den Artikel zu Funino im Kinderfußball, aus dem viele deiner Kinder die Rotation schon kennen.

Die ersten Wochen nach dem 5 gegen 5

Ein Plan für den Übergang aus dem 5 gegen 5:

Woche 1: Das Feld erleben. Jede Einheit beginnt mit zehn Minuten freiem Spiel auf dem ganzen 7er-Feld, ohne Vorgaben. Die Kinder sollen spüren, wie weit es bis zum anderen Tor ist und dass ein Tor in den meisten Verbänden erst ab der Mittellinie zählt.

Woche 2: Jede Position einmal. Stell im 3-3 auf und lass nach jeweils fünf Minuten alle eine Position weiterrücken, das Tor eingeschlossen. Am Ende der Woche hat jedes Kind hinten, vorne und im Tor gestanden.

Woche 3: Was neu ist. Einwurf üben, wenn dein Verband einwerfen lässt, denn im 5 gegen 5 wurde eingedribbelt. Dazu der Spielaufbau über den Torwart: Wenn in deinem Verband die Rückpassregel gilt, muss der Torwart den Ball mit dem Fuß annehmen und weiterspielen können. Eine Spielform dafür und fünf weitere stehen bei den Übungen für das 7 gegen 7.

Woche 4: Erstes Spiel. Tritt mit einer klaren Aufstellung an, am besten im 2-3-1, und halte an deiner Rotation fest, auch wenn es eng wird. Besprich nach dem Spiel genau eine Sache, die gut war, und eine, die ihr üben wollt. Das erste Spiel auf dem großen Feld wird unordentlich, und das gehört dazu.

Typische Fehler im 7 gegen 7

Fünf Fehler, die du dir sparen kannst:

  • Positionen festlegen. Wer mit neun Jahren „der Verteidiger“ ist, bleibt es oft bis zur C-Jugend. Württemberg will das Gegenteil, und die Kinder auch.
  • Die Stärksten in die Mitte, die Schwächsten nach außen. Das gewinnt Spiele und nimmt den Kindern am Rand die Ballkontakte, die sie am dringendsten brauchen.
  • Den Torwart aus dem Spiel nehmen. Mit der Rückpassregel ist er Teil des Aufbaus. Ein Torwart, der nur abschlägt, lernt in der E-Jugend das Falsche.
  • Die Regeln des eigenen Verbands nicht kennen. Tore nur aus der gegnerischen Hälfte, Einkick statt Einwurf, Ergebnisse nicht veröffentlichen: Solche Zusätze entscheiden am Spieltag über Ärger oder Ruhe.
  • Wie auf dem Großfeld trainieren. Kopfbälle sind laut DFB-Jugendordnung noch kein Schwerpunkt des Trainings, Flanken und Abseitsfallen brauchst du im 7 gegen 7 nicht. Zwei gegen eins, Dribbling und der erste Pass nach vorne schon, etwa mit den Dribbling-Übungen für U9 bis U11.

Für die Eingewöhnung lohnt ein kleines Turnier mit zwei oder drei Nachbarvereinen. Ein Tool wie AreaCopa erstellt dir Spielplan und Spielzeiten in wenigen Minuten, ohne Tabellenkalkulation.

Die Aufstellung ist eine Startordnung

Im 7 gegen 7 beschreibt die Aufstellung, wo deine Mannschaft beim Anpfiff steht, und nicht, was aus einem neunjährigen Kind einmal wird. Das 3-3 für die ersten Wochen, das 2-3-1 als Grundordnung, das 3-2-1 für mehr Sicherheit, und in jeder davon rücken die Kinder von Viertel zu Viertel weiter.

Ob deine Mannschaft überhaupt 7 gegen 7 spielt, steht in der Ausschreibung deines Landesverbands, zusammen mit Abseits, Rückpass und der Frage, ob eine Tabelle geführt wird. In der D-Jugend geht es dann je nach Verband im 7 gegen 7 auf größerem Feld oder im 9 gegen 9 weiter.

Für das erste Turnier deiner Mannschaft übernimmt die Jugendturnier-Spielplan-App Spielplan, Felder und den Link für die Eltern.

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Quellen

Die Maße, Spielzeiten und Regeln in diesem Artikel stammen aus den Ordnungen des DFB und von neun Landesverbänden. Die Einschätzungen zu den Aufstellungen sind die des Artikels.

  1. Deutscher Fußball-Bund (Stand: 21. August 2026). Jugendordnung, § 8, § 8a und Anhang IV: Bestimmungen für Spiele auf Kleinfeld (G-, F- und E-Junioren/Juniorinnen) und auf verkleinertem Spielfeld (D-Junioren/Juniorinnen). Spielformen, Feldgröße, Tor- und Ballgröße und Spieldauer der E-Jugend (Teil 1, verbindlich) sowie die empfohlenen Spielformen der D-Jugend (Teil 2).
  2. Deutscher Fußball-Bund (Stand: 5. März 2026). Leitfaden Kinderfußball: Neue Wettbewerbsformen in den Altersklassen U6 bis U11 und Kinderfußball: Spielformen in G-, F- und E-Jugend. Ablauf des 7 gegen 7, Nebenspielfelder für Rotationsspieler, Einwurf und Torerzielung.
  3. Niedersächsischer Fußballverband (Stand: Juli 2026). Jugendordnung, Anhang 1 und 2. Quelle für das 7 gegen 7 auf Antrag, Strafraum, Abseits- und Rückpassregel sowie das 7 gegen 7 der D-Jugend.
  4. Hessischer Fußball-Verband (Juli 2026). Allgemeine Bestimmungen für die neuen Wettbewerbsformen der G-, F- und E-Junioren 2026/2027. Quelle für das 6 gegen 6 als bevorzugte Form, Abseits, Rückpassregel und die Veröffentlichung von Ergebnissen.
  5. Sächsischer Fußball-Verband (verbindlich ab 1. Juli 2026). Kleinfeldbestimmungen. Quelle für das 7 gegen 7 der D-Jugend, das Verbot von Tabellen in der E-Jugend und die Präambel zu Spielsystemen.
  6. Württembergischer Fußballverband (Stand: Juli 2026). Leitfaden Kinderfußball 2026/27. Quelle für die Leitsätze im Kinderfußball und die Zulässigkeit von Tabellen in der E-Jugend.
  7. Bayerischer Fußball-Verband (Stand: 16. Juli 2026). Jugendordnung, § 51, und Erklärfolien zum Zwillingsspiel der D-Junioren. Quelle für das Zwillingsspiel der D-Jugend.
  8. Bayerischer Fußball-Verband (ohne Datum). Handout Fußball 7. Quelle für Feld, Spielzeit, Seitenaus und die Torerzielung aus der gegnerischen Hälfte.
  9. Bayerischer Fußball-Verband, Bezirk Oberbayern (8. Juli 2025). Umsetzung Minifußball, Saison 2025/26. Quelle für Abseits, Rückpassregel und die Wechsel in den Viertelpausen.
  10. Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (Stand: 20. Februar 2026). FLVW-Spielregeln Kinderfußball. Quelle für Feld, Abseits, Rückpassregel und die Spielrunden ohne Kreismeister.
  11. Westdeutscher Fußballverband (Stand: 6. August 2024). Jugendspielordnung, Anhang. Quelle für das 7 gegen 7 der D-Jugend in Westfalen und am Mittelrhein.
  12. Fußballverband Rheinland (Stand: 15. Juli 2026). Durchführungsbestimmungen Jugend, Teil I, Saison 2026/27. Quelle für E7 und E5, Feld, Abseits, Rückpassregel, Wertung und das 7 gegen 7 der D-Jugend.
  13. Fußballverband Niederrhein (30. Juli 2025 und 1. August 2026). Durchführungsbestimmungen Kinderfußball und Rahmenbedingungen D-Junioren 7er. Quelle für das 6 gegen 6 der E-Jugend und das 7 gegen 7 der D-Jugend.
  14. Fußball-Verband Mittelrhein (Stand: 17. März 2024) und Kreis Aachen (Stand: 22. Juli 2026). Durchführungsbestimmungen neue Spielformen und Durchführungsbestimmungen Jugend 2026/27 des Kreises Aachen. Quelle für die Spielformen der E-Jugend und den Verzicht auf Ergebnisse.

Die übrigen zwölf Landesverbände wurden für diesen Artikel nicht ausgewertet. In Bayern und am Mittelrhein weichen Bezirke und Kreise voneinander ab, die Angaben hier stammen aus dem Bezirk Oberbayern und dem Kreis Aachen. Die verbindlichen Regeln für deine Staffel stehen in den Durchführungsbestimmungen deines Landesverbands.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß ist ein 7er-Feld in der E-Jugend?
Ein 7er-Feld der E-Jugend ist nach den Vorgaben des DFB etwa 55 mal 35 Meter groß, dazu Nebenspielfelder für die Rotationsspieler. Gespielt wird auf zwei Kleinfeldtore. Landesverbände weichen leicht ab: Niedersachsen schreibt rund 50 mal 35 Meter mit einem Strafraum von 21 mal 8 Metern vor. Verbindlich sind die Durchführungsbestimmungen deines Verbands.
Welche Aufstellung ist im 7 gegen 7 die beste?
Für Trainer, die neu in der E-Jugend sind, trägt das 2-3-1 am weitesten: zwei Verteidiger, drei Mittelfeldspieler, eine Spitze. Es besetzt Breite und Tiefe gleichmäßig und bringt viele Anspielstationen. Kassiert deine Mannschaft viele Konter, gibt das 3-2-1 mehr Sicherheit. Die Positionen wechseln die Kinder trotzdem von Viertel zu Viertel.
Gibt es im 7 gegen 7 der E-Jugend Abseits?
Die DFB-Jugendordnung regelt Abseits und Rückpass nicht, das tun die Landesverbände. Niedersachsen, Hessen, Sachsen, Westfalen, das Rheinland und der Niederrhein schreiben, dass es bei den E-Junioren kein Abseits gibt. Die Rückpassregel gilt in Niedersachsen, Hessen, Sachsen, Westfalen, im Rheinland, am Niederrhein und in Württemberg: Dein Torwart darf einen kontrollierten Rückpass nicht in die Hand nehmen. In Oberbayern darf er es.
Wie lange dauert ein Spiel im 7 gegen 7 der E-Jugend?
Ein Ligaspiel dauert 4 mal 15 Minuten, wahlweise 2 mal 25 Minuten; welche Variante gilt, legt dein Landesverband fest. Bei Festivals und Turnieren sind es sechs Durchgänge von 10 bis 12 Minuten, die Rotation läuft dort nach drei Minuten. Im Ligaspiel spielen die Rotationsspieler je sieben Minuten auf einem Nebenspielfeld und wechseln dann ins große Spiel, so kommt jedes Kind zum Einsatz.
In welchem Alter wird 7 gegen 7 gespielt?
Die E-Jugend umfasst die Jahrgänge U10 und U11, also Kinder von neun und zehn Jahren. Das 7 gegen 7 ist dort eine von mehreren erlaubten Spielformen. In der D-Jugend (U12 und U13) empfiehlt die DFB-Jugendordnung ebenfalls ein 7 gegen 7, dann auf etwa 50 mal 65 Metern und neben dem 9 gegen 9.