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Ein Ball neben einem orangefarbenen Hütchen auf dem Rasen, dahinter unscharf eine Trainingsgruppe in Leibchen vor einem Tor
Trainer-Praxis

7 gegen 7 Übungen: sechs Spielformen für das Training der E-Jugend

7 gegen 7 Übungen für die E-Jugend: sechs Spielformen mit Feldgröße und Spielerzahl, eine fertige 90-Minuten-Einheit und was beim Kopfball gilt.

Veröffentlicht am 14 Min. Lesezeit

Auf einen Blick

  • Der DFB begrenzt die Spielformen im Training der E-Jugend auf 4 plus Torwart gegen 4 plus Torwart.
  • In 32 Minuten reiner Spielzeit kommt ein Kind im 3 gegen 3 auf 200 Ballaktionen, im 7 gegen 7 auf 50.
  • Die Einheit nach DFB dauert 90 Minuten: 15 Minuten Aktivierung, 30 Spielblock, 15 Zwischenblock, 30 Spielblock.
  • Sechs Spielformen auf Feldern von 20 mal 8 bis 40 mal 30 Metern decken Spielaufbau, Tiefe, 1 gegen 1, Abschluss und Umschalten ab.
  • Kopfbälle sind in der E-Jugend nicht verboten, sollen aber laut DFB kein Schwerpunkt des Trainings sein.

Samstag steht das 7 gegen 7 im Spielplan, und am Dienstag fragst du dich, was du dafür trainieren sollst. Die naheliegende Antwort wäre ein 7 gegen 7 auf dem ganzen Feld. Der DFB rät zum Gegenteil: In der E-Jugend soll im Training keine Spielform größer sein als 4 plus Torwart gegen 4 plus Torwart.

Dieser Artikel zeigt dir, welche Übungen für das 7 gegen 7 daraus folgen. Du bekommst:

  • die Begründung des DFB in vier Zahlen
  • den Aufbau einer Einheit mit Minuten
  • sechs Spielformen mit Feldgröße, Spielerzahl und Dauer, geordnet nach dem, was das 7 gegen 7 von deinen Kindern verlangt
  • eine fertige Einheit für 16 Kinder
  • die Empfehlungen zum Kopfball

Regeln, Maße und Formationen stehen im Artikel zur Aufstellung im 7 gegen 7 der E-Jugend.

Warum du das 7 gegen 7 in kleinen Spielformen trainierst

Die Zahlen dazu stehen in der Trainingsphilosophie Deutschland, dem Leitpapier des DFB für das Training vom Bambini bis zur A-Jugend. Der Verband vergleicht darin beide Formen direkt und zählt, was ein einzelnes Kind in 32 Minuten reiner Spielzeit erlebt:

In 32 Minuten reiner Spielzeit je Kind3 gegen 37 gegen 7
Ballaktionen20050
Entscheidungen20050
Zweikämpfe10030
Torschüsse255

Auf dem großen Feld steht ein Kind die meiste Zeit weit weg vom Ball. Das ist am Spieltag unvermeidlich und im Training verschenkte Zeit. Der DFB zieht daraus drei Regeln, die für jede E-Jugend gelten:

  • Die Obergrenze. Keine Spielform im Training ist größer als 4 plus Torwart gegen 4 plus Torwart.
  • Mehrere Felder gleichzeitig. Nur so spielen alle Kinder und niemand steht in einer Schlange.
  • 48 Minuten in der Woche. So viel reine Spielzeit soll jedes Kind von der U8 bis zur U16 in kleinen Spielformen mindestens bekommen.

Das 7 gegen 7 verschwindet damit nicht aus deinem Training. Du zerlegst es in seine Aufgaben: mit dem Torwart herausspielen, Breite und Tiefe besetzen, das Duell gewinnen, abschließen, nach Ballverlust und Ballgewinn umschalten. Für jede dieser Aufgaben gibt es eine kleine Form, in der sie alle paar Sekunden vorkommt.

So ist eine Einheit für die E-Jugend aufgebaut

Die „beste Trainingseinheit“ des DFB hat vier Blöcke:

BlockDauerInhalt
Aktivierung15 MinutenDribbeln und Fintieren, Fangspiele mit und ohne Ball
Spielblock 130 Minuten1 gegen 1 bis 4 gegen 4 auf mehreren Feldern, auf Tore
Zwischenblock15 MinutenTechnik und Schnelligkeit: Torschuss, Passspiel, Ballmitnahme, Sprints
Spielblock 230 Minutenwieder 1 gegen 1 bis 4 gegen 4 auf mehreren Feldern

In den Spielblöcken spielt jedes Kind mehrmals drei bis vier Minuten und hat danach ein bis zwei Minuten Pause. In den Zwischenblock gehört, was im Spiel zu selten vorkommt, um darin besser zu werden.

Die Trainingssammlung des Südbadischen Fußballverbands kommt mit 80 Minuten aus. Sie teilt die Einheit in vier Phasen zu je 20 Minuten: ein allgemeines Spiel oder eine Spielform, eine Übungsform, eine kleine Spielform, eine freie Spielform. Drei Viertel der Zeit sind also Spiel, und die Zeiten sind Richtwerte.

Bei der Häufigkeit sind sich beide einig: zweimal Fußball je Woche. Der DFB nennt das ein Minimum, in Südbaden kommt eine weitere Sportart dazu.

Die folgenden sechs Spielformen passen in die Spielblöcke und in den Zwischenblock. Fünf stammen aus der Sammlung des Südbadischen Fußballverbands, eine aus einem spanischen Wochenplan für Neunjährige.

Spielform 1: Herausspielen mit dem Torwart

Im 5 gegen 5 war der Torwart nah am Geschehen. Auf dem 7er-Feld liegt zwischen ihm und der Mittellinie viel Raum, und in mehreren Landesverbänden gilt in der E-Jugend die Rückpassregel. Der Abstoß wird damit zur ersten Aufgabe, die neu ist.

Für genau diese Situation fand sich in den Trainingssammlungen der deutschen Verbände keine eigene Form mit Maßen. Die folgende stammt aus einem Wochenplan des spanischen Ausbilders AFOPRO für die Altersklasse Benjamín, in der Acht- und Neunjährige Fußball 7 spielen.

Aufbau Spielform 1: Herausspielen 2 gegen 2 plus Torwart

Feld 40 mal 30 m. Der Torwart eröffnet, zwei Kinder bauen auf und treffen auf die Minitore.

TWA1A2B1B2Der Torwart eröffnet auf die SeiteTorwartlaufen anWer den Ball erobert, trifft auf das große TorDie zwei im Aufbau treffen auf die Minitore

Aufbau: Feld 40 mal 30 Meter. Auf einer Grundlinie steht ein Tor mit Torwart, auf der anderen stehen zwei Minitore. Zwei Kinder bauen auf, zwei laufen an.

Ablauf: Der Torwart beginnt mit ruhendem Ball und spielt eines der beiden aufbauenden Kinder an. Eines bietet sich außen an, das andere sucht den freien Raum in der Mitte. Die beiden versuchen, eines der Minitore zu treffen. Erobern die beiden anderen den Ball, schießen sie auf das große Tor, und die zwei im Aufbau verteidigen zusammen mit dem Torwart. Nach jedem Tor geht es wieder beim Torwart los.

Dauer: Zwei Durchgänge von acht Minuten, dazwischen drei Minuten Pause. Danach tauschen die Paare die Aufgaben.

Was du coachst: Der erste Kontakt geht nach vorne, der Körper steht offen zum Feld. Vor dem eigenen Tor passt niemand quer durch die Mitte.

Zum Einstieg: Die Gegner laufen erst an, wenn das angespielte Kind den Ball berührt hat. So hat der erste Pass immer Zeit.

Welche Technik dein Torwart dafür braucht und wie du sie ohne eigenen Trainer übst, steht im Artikel zum Torwarttraining ohne Torwarttrainer.

Spielform 2: 3 gegen 3 in die Tiefe mit Anspielern

Das größere Feld verführt dazu, dass alle Kinder zum Ball laufen. Diese Form belohnt das Gegenteil: die Seite benutzen und hinter die letzte Linie spielen.

Aufbau Spielform 2: 3 gegen 3 in die Tiefe mit Anspielern

Feld 26 mal 20 m, Mittelzone 12 m. Ein Punkt für den Pass in die Endzone, einer für das Tor danach.

NNA1A2A3B1B2B3Pass in die Endzone: 1 PunktWandspieler, 2 KontakteEndzoneEndzoneMittelzone 12 mEin Minitor je Grundlinie

Aufbau: Feld 26 mal 20 Meter. Die Mittelzone ist 12 Meter lang, davor und dahinter liegt je eine Endzone mit einem Minitor. Acht Kinder: 3 gegen 3 und zwei neutrale Wandspieler an den Seitenlinien der Mittelzone.

Ablauf: Das Spiel beginnt in der Mittelzone. Die Wandspieler dürfen angespielt werden, haben zwei Kontakte und dürfen selbst in die Endzonen passen. Einen Punkt bekommt, wer einen Pass in die Tiefe spielt, den ein Mitspieler in der Endzone annimmt. Ein Tor nach einem solchen Pass bringt einen weiteren Punkt.

Dauer: Zwei bis drei Minuten, dann wechseln die Aufgaben.

Was du coachst: Wer vorne steht, startet in die Endzone, wenn der Mitspieler den Kopf hebt. Der Pass über außen öffnet die Mitte.

Variante: Die Linie zwischen Mittel- und Endzone gilt als Abseitslinie. Das lohnt sich nur, wenn dein Verband in der E-Jugend mit Abseits spielt.

Spielform 3: 1 gegen 1 mit Umschalten

Mehr Raum bedeutet mehr Duelle, in denen kein Mitspieler in der Nähe ist. Diese Form verbindet das Dribbling mit dem Moment danach.

Aufbau Spielform 3: 1 gegen 1 mit Umschalten

Feld 20 mal 8 m, zwei Tore mit Torwart. Wer abgeschlossen hat, verteidigt sofort.

TWTWAABBA1B1Nach dem Abschluss sofort verteidigenhat gerade geschossendribbelt ins FeldTorwart

Aufbau: Feld 20 mal 8 Meter, auf jeder Grundlinie ein Tor mit Torwart. Zwei Mannschaften stellen sich mit Bällen neben den Toren auf. Mindestens vier Kinder.

Ablauf: Ein Kind der ersten Mannschaft dribbelt ins Feld und schließt auf das gegenüberliegende Tor ab. Mit dem Abschluss startet ein Kind der zweiten Mannschaft mit Ball ins Feld. Das erste Kind wird zum Verteidiger. Gewinnt es den Ball, kontert es auf das andere Tor. So geht es ohne Unterbrechung weiter.

Was du coachst: Nach dem Schuss gibt es kein Zuschauen. Der Verteidiger stellt sich seitlich und lenkt das Dribbling nach außen.

Varianten: Feste Paare bilden, damit gleich starke Kinder gegeneinander spielen. Oder die Zahl wachsen lassen: Nach dem ersten Schuss starten zwei Kinder, dann zwei gegen drei, dann vier gegen drei.

Die Finten, mit denen deine Kinder im Duell vorbeikommen, übst du mit den Dribbling-Übungen für U9 bis U11.

Spielform 4: Freilaufen zum Torschuss

Fünf Torschüsse in 32 Minuten: So wenig bleibt einem Kind im 7 gegen 7. Diese Form für den Zwischenblock bringt in einer Minute mehr Abschlüsse, und jeder davon entsteht gegen einen Gegenspieler.

Aufbau Spielform 4: Freilaufen zum Torschuss

Feld 20 mal 15 m, zwei Tore mit Torwart. Rollentausch nach einer Minute.

TWTWTABFreilaufen, Pass fordern, abschließenTrainer mit BällenAngreiferVerteidigerAbschluss auf beide Tore erlaubt

Aufbau: Feld 20 mal 15 Meter, zwei Kleinfeldtore mit Torhütern. Im Feld stehen ein Angreifer und ein Verteidiger. Du stehst mit mindestens fünf Bällen an der Seite. Mindestens vier Kinder, zwei davon im Tor.

Ablauf: Der Angreifer löst sich vom Verteidiger, bekommt deinen Pass und schließt auf eines der beiden Tore ab. Danach fordert er sofort den nächsten Ball. Der Verteidiger versucht, die Abschlüsse zu verhindern.

Dauer: Eine Minute, dann Rollentausch.

Was du coachst: Erst weg vom Ball, dann zum Ball. Der Angreifer zeigt mit der Hand, wohin er den Pass haben will.

Varianten: Die Bälle kommen von Mitspielern, die um das Feld verteilt stehen. Erobert der Verteidiger den Ball, kontert er auf das andere Tor.

Trifft deine Mannschaft generell zu selten, liegt es oft an einer von fünf Ursachen. Sie stehen mit drei kurzen Formen beim Torschuss-Training mit Kindern.

Spielform 5: Angriffe in Über- und Unterzahl

Im Spiel wechselt das Zahlenverhältnis ständig. Mal läuft ein Angriff drei gegen eins, mal stehen vier Verteidiger davor. In dieser Form bestimmst du es mit einem Zuruf.

Aufbau Spielform 5: Angriffe in Über- und Unterzahl

Feld 26 mal 20 m. Drei greifen an, der Trainer ruft, wie viele verteidigen.

TWA1A2A31234TDer Trainer ruft „2 und 3“: 3 gegen 2TrainerVerteidiger mit NummernKonter auf die MinitoreAngriff auf das Tor mit Torwart

Aufbau: Feld 26 mal 20 Meter mit einem Kleinfeldtor samt Torwart auf der einen und zwei Minitoren auf der anderen Grundlinie. Mindestens acht Kinder: drei Angreifer, vier Verteidiger, ein Torwart. Jeder Verteidiger hat eine Nummer und einen eigenen Startplatz am Feldrand.

Ablauf: Die drei Angreifer starten auf das Tor mit Torwart. Du rufst eine, zwei, drei oder vier Nummern, und diese Verteidiger laufen ins Feld. Erobern sie den Ball, kontern sie auf die Minitore.

Dauer: Rollentausch nach einer festen Zahl von Angriffen. Sechs sind ein guter Anfang.

Was du coachst: In Überzahl den freien Mitspieler suchen, in Unterzahl das Duell annehmen. Nach Ballverlust jagen die Angreifer dem Ball sofort nach.

Variante: Du rufst nur die Anzahl. Die Verteidiger klären selbst, wer läuft.

Vier Zurufe, die deinen Kindern dabei helfen, und drei weitere Formen findest du beim Umschaltspiel in der Jugend.

Spielform 6: 4 gegen 4 in 4 Zonen

Diese Form kommt dem 7 gegen 7 am nächsten, obwohl nur zehn Kinder mitspielen. Sie zwingt die Mannschaft, Breite und Tiefe zu halten, und sie beginnt immer wieder mit dem Herausspielen.

Aufbau Spielform 6: 4 gegen 4 in 4 Zonen

Feld 26 mal 20 m, zwei Tore mit Torwart. Jedes Kind bleibt in seiner Zone.

TWTWA1B1A2B2A3B3A4B4Nach jedem Tor beginnt das Spiel beim eigenen TorwartAußenzoneAußenzoneMitte hintenMitte vorneTorwart

Aufbau: Feld 26 mal 20 Meter, zwei Tore mit Torhütern. Hütchen teilen das Feld in zwei Außenzonen entlang der Seitenlinien und in eine vordere und eine hintere Hälfte der Mitte. In jeder Zone steht ein Kind je Mannschaft. Zehn Kinder.

Ablauf: Gespielt wird 4 gegen 4, Pässe gehen durch alle Zonen, aber jedes Kind bleibt in seiner eigenen. Tore zählen von überall. Nach einem Tor beginnt das Spiel beim Torwart der Mannschaft, die es kassiert hat.

Dauer: Kurze Durchgänge von zwei bis drei Minuten, denn in jeder Zone läuft ununterbrochen ein Duell. Danach rücken alle eine Zone weiter.

Was du coachst: Wer in seiner Zone hinter dem Gegenspieler stehen bleibt, bekommt keinen Ball. Die Kinder in den Außenzonen bieten sich so an, dass der Torwart sie flach anspielen kann.

Varianten: Der Torwart darf je Angriff nur einmal angespielt werden. In Ballbesitz dürfen die Kinder die Zonen tauschen, solange jede besetzt bleibt.

Eine Einheit für 16 Kinder in 90 Minuten

Aus den sechs Formen lässt sich eine Einheit nach der Struktur des DFB bauen. Der folgende Vorschlag rechnet mit 14 Feldspielern und zwei Torhütern.

ZeitBlockWas läuft
0 bis 15AktivierungVier Rondos 3 gegen 1 auf je 8 mal 8 Metern. Wer den Ball erobert, tauscht mit dem Kind, das ihn verloren hat.
15 bis 45Spielblock 1Feld A: Spielform 2 mit acht Kindern. Feld B: Spielform 3 mit sechs Kindern und beiden Torhütern. Nach 15 Minuten tauschen die Gruppen.
45 bis 60ZwischenblockSpielform 4 auf beiden Feldern, auf Feld A ohne Torwart auf zwei Minitore. Wer nicht im Feld ist, spielt die Bälle von außen ein.
60 bis 90Spielblock 2Feld B: Spielform 6 mit acht Kindern und beiden Torhütern. Feld A: freies 3 gegen 3 auf vier Minitore. Nach 15 Minuten wechseln sechs Kinder das Feld.

Das Rondo stammt aus derselben Sammlung wie die Spielformen 2 bis 6. Seine Zusatzregel passt zum Thema: Nach einem Ballverlust haben die drei Kinder fünf Sekunden, den Ball zurückzuholen, erst dann tauschen sie.

Zwei Dinge erleichtern dir die Organisation. Lege neben jedes Feld Ersatzbälle, damit kein Spiel auf einen verschossenen Ball wartet. Und lass die Kinder ihre Spiele selbst regeln. Nicht jedes Feld braucht dauerhaft einen Trainer, und einen Schiedsrichter brauchen die Kinder gar nicht.

In der Woche darauf tauschst du Spielform 2 gegen Spielform 1 und Spielform 6 gegen Spielform 5. Der Aufbau der Einheit bleibt gleich, und die Kinder kennen den Ablauf.

Kopfball in der E-Jugend: was die Verbände empfehlen

In keiner der sechs Spielformen kommt ein Kopfball vor. Das ist Absicht und entspricht dem, was der DFB für diese Altersklasse vorsieht. Kopfbälle sollen dort noch kein Schwerpunkt des Trainings sein. Kleine Felder, kleine Tore und wenige hohe Bälle senken die Zahl der Kopfbälle ohnehin auf ein Minimum.

Wenn du das Köpfen trotzdem üben willst, gelten drei Empfehlungen des Verbands:

  • Wenige Wiederholungen. Ein Training mit vielen Kopfbällen hintereinander soll es nicht geben.
  • Leichte Bälle. Im Wettbewerb spielt die E-Jugend mit dem 350 Gramm schweren Ball der Größe 4, für das Kopfballtraining empfiehlt der DFB noch leichtere Bälle.
  • Mit der Hand anwerfen. Bei den Jüngeren kommt der Ball zuerst aus der Hand und nicht vom Fuß.

Einzelne Landesverbände gehen weiter. Württemberg will im Kinderfußball flaches Passspiel sehen, möglichst ohne hohe Bälle und damit ohne Kopfball.

Vier Fehler im Training für das 7 gegen 7

Vier Fehler, vor denen die Verbände warnen oder die aus ihren Zahlen folgen:

  • Im Training 7 gegen 7 spielen. Es fühlt sich nach Vorbereitung an und gibt jedem Kind ein Viertel der Ballaktionen. Ein kurzes Spiel auf dem ganzen Feld reicht, um die Abstände zu erleben.
  • Eine Station, eine Schlange. Stehen zehn Kinder an, um einmal zu schießen, trainieren zwei. Bau lieber ein zweites Feld auf.
  • Jede Entscheidung vorsagen. „Schieß!“ und „Spiel ab!“ nehmen dem Kind die Entscheidung ab, die es lernen soll. Gib die Regel der Spielform vor und halte dich dann zurück.
  • Großfeld-Inhalte in den Mittelpunkt stellen. Die Schwerpunkte der E-Jugend heißen Dribbeln, Passen, Ballmitnahme und Schießen. Einstudierte Abläufe und Kopfballserien gehören nicht dazu.

Vom Training zum ersten 7 gegen 7

Du brauchst für das 7 gegen 7 kein eigenes Programm. Es genügt, die fünf Aufgaben des großen Spiels in kleine Formen zu legen. Lass sie auf zwei Feldern gleichzeitig laufen und überlass den Kindern die Entscheidungen. Die Struktur aus Aktivierung, Spielblock, Zwischenblock und Spielblock bleibt Woche für Woche gleich, nur die Spielformen wechseln.

Was davon am Spieltag ankommt, siehst du am besten in einem Rahmen ohne Tabellendruck. Ein Nachmittag mit zwei oder drei Nachbarvereinen genügt: kurze Spiele, jede Mannschaft gegen jede. Dort zeigt sich, ob der Torwart flach eröffnet und ob jemand in die Tiefe startet.

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Quellen

Die Trainingsstruktur stammt vom DFB, fünf der sechs Spielformen vom Südbadischen Fußballverband, eine von einem spanischen Trainerausbilder. Wo eine Angabe nicht aus der Quelle stammt, sondern für diesen Artikel ergänzt wurde, steht das unten.

  1. Deutscher Fußball-Bund (ohne Datum, mit Bezug auf den Sommer 2024). Trainingsphilosophie Deutschland. Quelle für den Aufbau der Einheit in vier Blöcken, die Obergrenze von 4 plus Torwart gegen 4 plus Torwart in der E-Jugend, die Tabelle zu den Aktionen im 3 gegen 3 und im 7 gegen 7, die 48 Minuten Nettospielzeit je Woche und die Empfehlung von zwei Einheiten.
  2. Südbadischer Fußballverband mit dem SC Freiburg (ohne Datum). Auf dem Platz: Trainingssammlung für den Kinderfußball, E-Jugend, Phase 3, Kleine Spielformen. Quelle für die vier Phasen zu je 20 Minuten, die zwei Einheiten je Woche, die Schwerpunkte der E-Jugend, den Hinweis zu den Zurufen, das Rondo 3 gegen 1 und die Spielformen 2 bis 5. Die Zuordnung dieser Formen zu den Aufgaben des 7 gegen 7 ist eine Ergänzung dieses Artikels, die Sammlung selbst nennt sie nicht.
  3. Südbadischer Fußballverband mit dem SC Freiburg (ohne Datum). Auf dem Platz: E-Jugend, Phase 4, Freie Spielform. Quelle für Spielform 6, die Regel zur Feldgröße und die Hinweise zu Ersatzbällen und zum Spielen ohne Schiedsrichter. Die Dauer von zwei bis drei Minuten und das Weiterrücken der Zonen sind ergänzt, die Quelle schreibt „kurze Durchgänge“.
  4. AFOPRO, Academia de Formación de Profesionales del Fútbol (25. April 2018). Microciclo completo de entrenamiento: salida de balón en etapa benjamín. Quelle für Spielform 1, im Original „Salida de balón 2 x 2 + portero“. Die Vereinfachung für den Einstieg lehnt sich an die Aufgabe „Superar presión en zona de iniciación“ desselben Plans an.
  5. Deutscher Fußball-Bund (Stand: September 2024). Wettbewerbsformen im Kinderfußball, Altersklassen U6 bis U11. Quelle für die Aussagen zum Kopfball im Training und zur Wirkung kleiner Felder und leichter Bälle.
  6. Deutscher Fußball-Bund (ohne Datum). Kopfballspiel. Quelle für die Empfehlungen zum Kopfballtraining und für den Ball der E-Jugend.
  7. Württembergischer Fußballverband (Stand: Juli 2026). Leitfaden Kinderfußball 2026/27. Quelle für das Spielen weitgehend ohne hohe Bälle.
  8. The Football Association (ohne Datum). Heading in football. Quelle für die Regelung in England.
  9. US Youth Soccer (23. Juni 2026). Policy on Players and Playing Rules, Rule 305. Quelle für die Regelung in den USA.

Eine Übung zum Herausspielen mit dem Torwart, die ein deutscher Verband für die E-Jugend mit Maßen beschreibt, fand sich bei der Recherche nicht. Die Einheit für 16 Kinder ist ein Vorschlag dieses Artikels nach der Struktur des DFB. Die Trainingssammlungen der übrigen Landesverbände wurden für diesen Artikel nicht ausgewertet.

Häufig gestellte Fragen

Welche Übungen eignen sich für das 7 gegen 7 in der E-Jugend?
Am meisten bringen kleine Spielformen vom 1 gegen 1 bis zum 4 gegen 4, die je eine Aufgabe des großen Spiels herausgreifen: Herausspielen mit dem Torwart, der Pass in die Tiefe, das Duell, der Abschluss und das Umschalten. Der Südbadische Fußballverband beschreibt dafür 26 Formen mit Feldgröße und Spielerzahl. Fünf der sechs Spielformen in diesem Artikel stammen aus seiner Sammlung, die sechste aus einem spanischen Wochenplan.
Wie lange sollte ein Training in der E-Jugend dauern?
Die Trainingsphilosophie des DFB rechnet mit 90 Minuten in vier Blöcken von 15, 30, 15 und 30 Minuten. Der Südbadische Fußballverband plant 80 Minuten in vier Phasen zu je 20 Minuten. Beide empfehlen zwei Einheiten je Woche, der Südbadische Verband ausdrücklich ergänzt um eine weitere Sportart.
Soll ich im Training überhaupt 7 gegen 7 spielen lassen?
Selten. Der DFB lässt im Training der E-Jugend höchstens 4 plus Torwart gegen 4 plus Torwart zu, weil ein Kind in kleinen Teams viermal so oft am Ball ist. Ein kurzes Spiel auf dem ganzen Feld hilft in den ersten Wochen nach dem 5 gegen 5, um die Abstände kennenzulernen. Wie du dafür aufstellst, steht im Artikel zur Aufstellung im 7 gegen 7.
Wie groß muss das Feld für ein 3 gegen 3 oder 4 gegen 4 sein?
Für ein 3 gegen 3 nennt der Südbadische Fußballverband 20 mal 20 bis 26 mal 20 Meter, für ein 4 gegen 4 zwischen 26 mal 20 und 40 mal 20 Meter mit Torhütern. Die Beispieleinheit des DFB kommt mit drei Feldern zu je etwa 25 mal 20 Metern aus. Wird eine Form zu leicht, machst du das Feld kleiner.
Dürfen Kinder in der E-Jugend köpfen?
In Deutschland ja: Der DFB setzt auf Empfehlungen und nicht auf ein Verbot. Kopfbälle sollen kein Schwerpunkt sein, geübt wird mit leichten Bällen, die zunächst mit der Hand angeworfen werden. Württemberg will im Kinderfußball weitgehend ohne hohe Bälle spielen. In England wird das Köpfen im Training bis zur U11 gar nicht eingeführt.